Forschungsprojekt Lauschangriff im Getreidelager

Treten Lagerschädlinge auf, muss Getreide behandelt werden. Es entstehen Kosten für den Landwirt. Daher besitzt die Früherkennung von Lagerschädlingen eine hohe Praxisrelevanz.

Treten Lagerschädlinge auf, muss Getreide behandelt werden. Es entstehen Kosten für den Landwirt. Daher besitzt die Früherkennung von Lagerschädlingen eine hohe Praxisrelevanz.

Mit dem Beetle Sound Tube-System soll in den Getreidesilos frühzeitig nach Schädlingen gesucht werden. Dafür wurden Metallröhren entwickelt, die die Insektengeräusche aus dem Getreide bündeln und zu einem Mikrofon weiterleiten sollen. Gleichzeitig dienen die Röhren, die viele kleine Löcher haben, als Käferfalle in der Insektengeräusche besonders deutlich zu hören sind.
Die Fressgeräusche sollen die Käfer verraten. Dazu werden Daten zu Akustik, Temperatur und Feuchte dauerhaft gemessen und regelmäßig mit handgezogenen Proben abgeglichen. Das akustische System wird auf der Basis der Ergebnisse im Laufe des Projekts angepasst und optimiert. Der Silobetreiber soll wenn das System fertig entwickelt ist, automatisch über den Befall informiert werden. Das „Beetle Sound Tube"-System wird bis 2022 in mehreren Brandenburger Betrieben dauerhaft in Silos installiert, getestet und weiterentwickelt.

Am Ende des Projektes soll ein für Landwirte und Lagerhalter erschwingliches und einfaches akustisches Früherkennungssystem für vorratsschädliche Insekten zur Verfügung stehen.

Das innovative Projekt wird von 12 Projektpartner durchgeführt, darunter 4 Praxisbetriebe, die Getreide lagern. Die Projektidee und die wissenschaftliche Umsetzung liegt beim Julius Kühn-Institut. Die agrathaer GmbH leitet das Projekt. Das Vorhaben wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.

 

Weitere Informationen: www.agrathaer.de/de/projekt/beetle-sound-tube-eip-projekt